Autogenes Training
Zur gleichen Zeit, als die Progressive Muskelrelaxation vorgestellt wurde, entwickelte der Berliner Psychiater J.H. Schultz das Autogene Training. Ein zentraler Aspekt dabei ist, dass Gedanken und Vorstellungen Auswirkungen auf die Wirklichkeit haben können. Um einen Zustand der Entspannung herbeizuführen bedient man sich Mithilfe von einfachen Sätzen (Suggestionen) der gedanklichen Selbstbeeinflussung. Das Autogene Training ist eine höchst effektive Methode, einen Zustand der Entspannung und Versenkung selbständig (autogen) herbeizuführen -und das alles alleine über die Vorstellungskraft. Autogenes Training kann zur Steigerung von Fähigkeiten wie Leistung, Selbstbeherrschung und Erholung dienen, so dass in emotional belastenden Situationen bessere Strategien zur Verfügung stehen.
Als leicht zu erlernendes Entspannungsverfahren wird es heute erfolgreich bei
- Verbesserung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Stressabbau
- Psychosomatischen Beschwerden
- Stärkung der Abwehrkräfte
- Verbesserung der Körperwahrnehmung
eingesetzt. Der Unterschied beider Verfahren liegt in der Anwendung: während die Progressive Muskelrelaxation ein aktives Entspannungsverfahren ist, bedient sich das Autogene Training eher der mentalen Entspannung.
Autogenes Training kann ein besseres Gedächtnis und ein größeres Selbstbewusstsein fördern. Die Möglichkeit, belastbarer und weniger anfällig für störende äußere Reize zu werden, kann Sie Ihre alltäglichen Stresssituationen einfacher bewältigen lassen und Sie können noch besser vom Alltag abschalten.
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